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Digitalisierung im Handwerk

Online-Terminbuchung im Handwerk: Wer sie anbietet

Kevin Rosenow5 Min. Lesezeit
Tablet liegt neben modernem Werkzeug auf einer aufgeräumten Werkbank in einer hellen Werkstatt
KI-generiertes Bild

craftgo Kurz gesagt

48 Prozent der deutschen Handwerksbetriebe bieten ihren Kundinnen und Kunden eine Online-Terminbuchung an. Das ergab eine repräsentative Befragung von 504 Betrieben durch Bitkom Research im Jahr 2025. Häufiger verbreitet sind nur der digitale Angebotsversand mit 68 Prozent und der digitale Rechnungsversand mit 62 Prozent.

Wer wissen will, ob sich eine Online-Terminbuchung für den eigenen Betrieb lohnt, bekommt im Internet vor allem Zahlen von Anbietern zu hören. Deshalb hier einmal die Datenlage aus einer Quelle, die man nachlesen kann: der Bitkom-Studie zur Digitalisierung des Handwerks.

Wie verbreitet ist die Online-Terminbuchung im Handwerk?

48 Prozent der befragten Handwerksbetriebe bieten eine Online-Terminbuchung an. Damit liegt sie im Mittelfeld der digitalen Angebote - deutlich hinter dem digitalen Versand von Angeboten und Rechnungen, aber klar vor Online-Beratungen.

Die Erhebung stammt von Bitkom Research. Befragt wurden im Sommer 2025 telefonisch 504 Handwerksunternehmen ab einem Beschäftigten, die Zielpersonen waren Mitglieder der Geschäftsführung. Die Ergebnisse sind auf Grundlage der Handwerkszählung des Statistischen Bundesamtes gewichtet, die statistische Fehlerspanne gibt Bitkom mit plus/minus vier Prozent an.

Welche digitalen Dienste Betriebe ihren Kunden anbieten

Digitaler ServiceAnteil der Betriebe
Digitaler Angebotsversand68 %
Digitaler Rechnungsversand62 %
Online-Terminbuchung48 %
Online-Beratung35 %
Digitale Dokumentation von Arbeitsschritten29 %
Bezahlung über Online-Zahlungsdienstleister27 %
Visualisierung der Leistung per Software19 %

Insgesamt bieten 85 Prozent der Betriebe mindestens einen dieser Dienste an. Nur rund ein Achtel verzichtet vollständig darauf. Eine eigene Website haben inzwischen 94 Prozent.

Warum die Erwartung der Kunden schneller steigt als das Angebot

Interessanter als die reinen Verbreitungszahlen ist, was die Betriebe über ihre Kundschaft berichten. 85 Prozent nehmen wahr, dass Kundinnen und Kunden ständige Erreichbarkeit beziehungsweise Verfügbarkeit erwarten. 89 Prozent berichten von der Erwartung individueller Angebote, 87 Prozent von deutlich gestiegener Preissensibilität.

Zwischen diesen 85 Prozent erwarteter Erreichbarkeit und den 48 Prozent, die eine Online-Buchung anbieten, liegt die eigentliche Lücke. Sie erklärt auch, warum das Thema in Betrieben so oft an der Bürotür hängen bleibt: Der Anspruch kommt von außen, die Umsetzung muss innen passieren.

Was Betriebe ausbremst

Die Studie fragt auch nach Hemmnissen. Genannt werden vor allem:

  • 96 Prozent: Bedenken bei IT- und Datensicherheit sowie Datenschutz
  • 72 Prozent: zu viel zu tun im Betriebsalltag, um sich mit Digitalisierung zu befassen
  • 69 Prozent: hohe Investitionskosten
  • 59 Prozent: die Einschätzung, digitale Anwendungen lohnten sich nur für größere Betriebe
  • 23 Prozent: mangelndes Interesse der Kunden

Bemerkenswert ist der letzte Punkt: Nicht einmal jeder vierte Betrieb hält fehlendes Kundeninteresse für ein Hindernis. Woran es hakt, ist also selten die Nachfrage, sondern fast immer die eigene Zeit und das Vertrauen in die Technik.

Auf der Habenseite nennen die Betriebe als wichtigste Vorteile digitaler Anwendungen eine flexiblere Arbeitsorganisation (80 Prozent), Zeitersparnis (76 Prozent) und höhere Sichtbarkeit bei Kunden (75 Prozent).

Was diese Zahlen nicht sagen

Damit hier kein falscher Eindruck entsteht: Die Studie misst Verbreitung und Einschätzungen. Sie misst nicht, wie viele Aufträge eine Online-Terminbuchung einbringt, wie viele Anrufe sie ersetzt oder wie viel Zeit sie im Büro spart. Solche Zahlen kursieren im Netz reichlich - meist ohne nachvollziehbare Erhebung dahinter, häufig von Unternehmen, die genau diese Lösung verkaufen.

Wer eine Aussage über den eigenen Betrieb will, kommt um die eigenen Zahlen nicht herum: Wie viele Anfragen kommen pro Woche herein? Wie viele davon außerhalb der Bürozeiten? Wie lange dauert es im Schnitt bis zum bestätigten Termin? Diese drei Werte sagen mehr als jede Branchenstatistik. Es geht in erster Linie auch nicht darum mehr Aufträge oder Buchungen zu generieren, sondern die Arbeitslast zu senken, die ständigen Telefonanrufe zu minimieren und das klappt carftgo nachweislich hervorragend.

Wie craftgo den Zeitaufwand minimiert

Betriebe zögern oft, weil sie den Aufwand fürchten. Dabei entlastet eine saubere Software-Lösung den Alltag massiv, statt zusätzliche Arbeit zu machen. Das Bild des weißen Kleintransporters in der Morgensonne (siehe unten) steht sinnbildlich für diesen reibungslosen Start in den Arbeitstag: Der Mitarbeiter fährt los und hat alle Informationen griffbereit auf dem Tablet, ohne vorherige Zettelwirtschaft im Büro. Genau diesen Ablauf unterstützt craftgo mit mehreren Funktionen, die nahtlos ineinandergreifen:

Ein weißer Kleintransporter parkt morgens vor einem Einfamilienhaus
Routenplanung und Termine direkt auf dem Mobilgerät beim Kunden - KI-generiertes Bild
  • Online-Terminbuchung: Kunden buchen 24/7 selbst über eine Buchungsseite. Jede Buchung landet komplett mit Name, Telefon, E-Mail und Adresse automatisch im richtigen Kalender beim passenden Mitarbeiter.
  • Routenplanung: Termine werden automatisch sinnvoll auf die Route gelegt. Je Mitarbeiter sind Leistungen und die Startadresse hinterlegt. Daraus berechnet craftgo die genaue Fahrtzeit zum Kunden. Abwesenheiten und bestehende Zeitpläne sperren überschneidende Termine sofort.
  • Angebote mit digitaler Unterschrift: Aus dem eigenen Produktkatalog (mit Material, Lohn, Pauschalen, Privat- und Gewerbepreisen) lassen sich Angebote erstellen. Der Kunde kann sie direkt vor Ort unterschreiben oder digital empfangen. Der Betrieb sieht im System sofort, ob das Angebot bereits angesehen wurde.
  • Rückrufe und Anfragen: Wer keinen direkten Termin bucht, geht nicht verloren. Diese Anfragen landen übersichtlich in einer Rückrufliste samt Telefonnummer und Wartezeit.
  • Projektakte: Aus jeder Buchung entsteht automatisch ein Projekt. Termine, Angebote, Rechnungen, Fotos, Notizen und Dokumente hängen zentral an einem Ort statt verteilt in drei verschiedenen Postfächern.
  • Kalender-Anbindung: Google- und Outlook-Kalender lassen sich direkt verbinden, auch mehrere Konten gleichzeitig. Das schließt Doppelbuchungen zuverlässig aus.
  • Übersicht: Eine zentrale Startseite zeigt auf einen Blick anstehende Termine, neue Buchungen, offene Rückrufe und Angebote, bei denen nachgefasst werden muss.

Einordnung für die Praxis

Aus den Daten lassen sich drei nüchterne Schlüsse ziehen:

  1. Online-Terminbuchung ist im Handwerk kein Vorreiter-Thema mehr. Mit 48 Prozent ist sie nahe an der Hälfte der Betriebe angekommen, ein Betrieb ohne sie ist damit nicht mehr automatisch im Vorteil der persönlichen Ansprache, sondern zunehmend die Ausnahme.
  2. Der Engpass ist Zeit, nicht Überzeugung. Fast drei Viertel der Betriebe sagen, sie kämen im Alltag nicht dazu. Jede Lösung, deren Einführung Wochen dauert, scheitert genau daran. Deshalb setzt craftgo auf direkte Verbindungen und einfache Oberflächen.
  3. Datenschutz ist der erste Einwand, nicht der Preis. Wer eine Software auswählt, sollte zuerst klären, wo die Daten der Kunden liegen und wer darauf zugreift. Bei 96 Prozent Nennung ist das keine Formalie, sondern das zentrale Kriterium.

Meine Einschätzung für die Praxis

Dass 48 Prozent der Betriebe bereits eine Online-Terminbuchung einsetzen, bedeutet noch nicht zwingend, dass diese sie im Alltag auch entlastet. Ein gutes Terminbuchungstool sollte gerade für Handwerksbetriebe, die externe Termine beim Kunden durchführen, eine routenbasierte Buchung beinhalten.

Eine Routenberechnung bringen Online-Buchungstools zwar oft mit, allerdings selten in Echtzeit direkt bei der Terminbuchung. Genau hier hebt sich craftgo entscheidend ab: Durch eigene Kartendaten und einen eigens entwickelten Matrix-Algorithmus prüft das System bestehende Kalendereinträge samt Standortadressen sofort. Jede neue Anfrage wird so in Echtzeit perfekt in die bestehende Route eingeordnet.

Wie eine Einführung praktisch abläuft und welche Fragen vorher zu klären sind, steht im Beitrag Online-Terminbuchung einführen: sechs Fragen vorher. Wie craftgo Terminbuchung, Routenplanung und Angebot verbindet, zeigt auch die Übersicht der Funktionen.

Häufige Fragen

Wie viele Handwerksbetriebe bieten Online-Terminbuchung an?
48 Prozent. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen telefonischen Befragung von 504 Handwerksunternehmen in Deutschland durch Bitkom Research im Sommer 2025.
Welcher digitale Service ist im Handwerk am weitesten verbreitet?
Der digitale Angebotsversand mit 68 Prozent, gefolgt vom digitalen Rechnungsversand mit 62 Prozent. Insgesamt bieten 85 Prozent der Betriebe mindestens einen digitalen Service an.
Was hält Handwerksbetriebe von der Digitalisierung ab?
Am häufigsten genannt werden Bedenken bei IT-Sicherheit und Datenschutz mit 96 Prozent. 72 Prozent der Betriebe geben außerdem an, im Alltag schlicht zu viel zu tun zu haben, um sich mit dem Thema zu befassen.

Quellen

  1. Digitalisierung des Handwerks - Bitkom-Studie 2025 - Bitkom e. V. / Bitkom Research, 2026-01. Abgerufen am 12. August 2026.

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